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Schlossberg Ulrichstein: Das Grendiergrab
Zwischen Juli 1901 und April 1902 entdeckte man bei Ausgrabungen auf dem Gelände rechts der Kapelle der Burgruine etwa 20 wirr durcheinander liegende Skelette. Hierbei dürfte es sich um die Überreste der ehemals getöteten Grenadiere gehandelt haben. Am 7. April 1903 wurde daraufhin am Fundort eine erste Gedenktafel aufgestellt, die man später durch die heutige Bronzetafel ersetzte:

Bild: Bronze-Gedenktafel am Grenadiergrab.
Text der Tafel:
Hier ruhen 22 Mann des Hessischen Grenadier- regiments und des Regi- mentes von Gilsa, gefallen im Kampf um das Schloss Ulrichstein am 7.4.1759.
La Regiment des Grenadiers Hessois a fait a cette occasion des prodiges de valeur.
Das Hessische Grenadierregi- ment hat bei dieser Gelegen- heit Wunder an Tapferkeit vollbracht.
Aus dem Bericht des Herzogs v. Braunschweig an Friedrich den Großen vom 9.4.1759.
Es ist anzunehmen, dass an der Stelle zumindest die gefallenen Grenadiere beigesetzt wurden, wahrscheinlich aber auch die drei Toten des Regiments Gilsa, so dass nicht 22 Mann hier ihre letzte Ruhestätte fanden, sondern 25. Lediglich der Capitaine von Weiterhausen wurde damals - am 8. April 1759 - mit allen militärischen Ehren auf dem Friedhof in Lauterbach bestattet.

Bild: Dicht an der Außenmauer der Burganlage das Grab der gefallenen Grenadiere.
Dicht an der Außenmauer der Burganlage soll sich der älteste Ulrichsteiner Friedhof befunden haben, auf dessen Areal das Massengrab ausgehoben wurde, in welchem die gefallenen Grenadiere ihre letzte Ruhe fanden. Links der Gedenktafel sind die Grundmauern der ehemaligen Schlosskapelle zu erkennen.
Siehe hierzu: Reinhard Thomas: Ulrichstein - Burg und Stadt, Ulrichstein 1989
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