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Das Grenadiergrab aus dem Jahr 1759 auf dem Schlossberg Ulrichstein.

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Schlossberg Ulrichstein: 7. April 1759

Am 3. April 1759 war die Burg Ulrichstein von etwa 250 französische Grenadieren, Dragonern und Jägern besetzt. Am 7. April griffen gegen 8 Uhr generische Regimenter das Schloss an. Dem Hessischen Grenadier-Regiment gelang es dabei, sich dicht an die Mauern heranzuarbeiten, doch obwohl man aus 15 Schritt Entfernung das Tor mit Geschützfeuer belegte, hielt es Stand. Als den Verteidigern schließlich die Munition ausgegangen war, gaben sie immer noch nicht auf, sondern wehrten sich mit Steinwürfen. Capitaine von Weitershausen, welcher sie zum Aufgeben aufforderte, wurde durch einen solchen Steinwurf getötet.

  

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Bild: Burg Ulrichstein im Jahr 1638 von Daniel Meißner.

  

Schließlich kam es doch zur Kapitulation, allerdings unter der Bedingung, mit "klingendem Spiel" abmarschieren zu dürfen. Unter der Auflage, im nächsten Jahr an keiner Kriegshandlung gegen die Hessen oder ihre Verbündeten teilzunehmen, wurde das genehmigt. Für die Ulrichsteiner bedeutete es, dass sie jetzt für 350 Mann Hessische Besatzung Naturalverpflegung liefern mussten.

Die französische Besatzung hatte während der Auseinander- setzungen um die 10 Mann verloren, die Hessen dagegen wesentlich mehr. Die Grenadiere hatten 23 Gefallene zu beklagen, dazu 56 schwer und 56 leicht Verwundete. Aus dem Regiment von Gilsa kamen drei Tote und vier Verwundete hinzu, weitere Verwundete aus anderen Truppenteilen. Die meisten Verletzungen waren durch Steinwürfe entstanden.

 


Quelle: Reinhard Thomas: Ulrichstein - Burg und Stadt, Ulrichstein 1989

 

 

 

 

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