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Der Ehrenfriedhof auf dem Schlossberg Ulrichstein
"Habt Achtung vor dem Tode und Ehrfurcht vor dem Leben", diese Mahnung an der Kriegsgräberstätte auf dem Schlossberg regt alle Besucher zum Nachdenken an. Und gerade die Kombination - das Nebeneinander, Miteinander - des Massengrabes aus dem siebenjährigen Krieg und der Gräber der Toten des 1. und des 2. Weltkriegs - gefallene Soldaten, verstorbene Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Kinder(!) - innerhalb der Mauerreste einer Burgruine macht deutlich, wie sinnlos Kriege sind.

Bild: Das große Kreuz am "Kopf" der Anlage.
Im ehemaligen Burggarten, zwischen den Mauern des inneren und des äußeren Befestigungsrings, sind 132 Opfer der beiden Weltkriege bestattet. Gebeine aus verstreut liegenden Gräbern in 45 Gemeinden der Region wurden auf Veranlassung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge Ende des 60er Jahre des 20. Jahrhunderts nach hier umgebettet. Sie gehören sechs Nationen an: Russland, Polen, Deutschland, Niederlande, Österreich, Frankreich, dazu zwei unbekannter Nationalität und einer ohne Staatsangehörigkeit. Die Gebeine des Ulrichsteiners Hans Daupert wurden im Jahr 1972 von einem Soldatenfriedhof im Elsaß zum Schlossberg überführt.

Bild: Habt Achtung vor dem Tode - und Ehrfurcht vor dem Leben.
Die gepflegte Anlage fügt sich harmonisch in ihre Umgebung ein. Auch die Materialien des großen Kreuzes und der Grabkreuze sind angepasst: Vogelsberger Basalttuff aus dem - heute stillgelegten - Steinbruch in Nidda-Michelnau.

Bild: Ehrenfriedhof - Lageplan.
Eingefügt in den ehemaligen Burggarten sind acht "Gräberfelder". Wer hier bestattet ist - hier seine letzte Ruhestätte gefunden hat - das haben wir auf den folgenden Seiten zusammen gestellt.
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