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Vogelsberggarten: Thema Schafweide (mit Erläuterungstafel)
Viele bäuerliche Familien hielten sich in der Vergangenheit Schafe, um sich mit Wolle und Fleisch zu versorgen. Im Winter standen die Tiere in den Ställen. Sobald der Schnee geschmolzen war, fasste man sie Dorf für Dorf zu Herden zusammen. In Dienst und Lohn der Gemeinde hütete sie ein Hirte mit Hunden. Nachts wurden sie in Pferchen untergebracht. Dafür mussten die Besitzer der Schafe ein Weidegeld zahlen. In Ulrichstein gab es eine Gemeindeschäferei bis 1953.

Bild: Schafweide am Schlossberg.
Die Schafhutungen waren meist Gemeindeigentum. Sie lagen überwiegend auf schlechten Böden und waren mit Magerrasen bewachsen. Bis in den April durften auch private Wiesen beweidet werden. Nach der Getreideernte standen die Stoppeläcker für die Schafhütung zur Verfügung.

Bild: Schafe am Schlossberg.
Die Schafweiden müssen frühzeitig und gründlich abgeweidet werden. Früher als das Futter knapp war, war dies kein Problem. Heute breiten sich bei mangelnder Weisepflege Dornensträucher, Brennesseln und Disteln aus. Sie verdrängen die artenreiche Pflanzenwelt.
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