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Schlossberg Ulrichstein: Schildwacht
Im Trubel der Zeiten hatten die Ulrichsteiner einmal großes Glück. Sie hatten den Peter Schwentz auf Schildwacht geschickt, um Feinde und herumziehende Soldadeska zu melden und abzuwehren. Schwentz stotterte und als er eine Gestalt im Nebel gegenüber sah, rief er laut: "Bäh-bä-bähr doo" und dann noch einmal "Bä-bä-bähr doo....?" Der im Nebel, es war der Torschreiber aus Langwasser, musste mit Gewalt sein Lachen unterdrücken, denn er wollte den Schwentz nicht grämen oder beleidigen. Der Schwentz aber schoss - daneben - und mit diesem Signalschuss legten alle Ulrichsteiner Wachen los und feuerten was das Zeug hielt und was die Flinten hergaben. Gesehen hatten sie niemand.

Bild: Burg Ulrichstein im Jahr 1645 von Mathäus Merian.
Der freudige Schreck kam am nächsten Tag: Ein Köddinger erzählte, er habe unter Zwang Feinde nach Ulrichstein führen müssen, doch Schüsse hatten die so erschreckt, dass sie schleunigst wieder abgezogen seien. Ulrichstein wurde damals von einem Stotterer vor bösen Übergriffen bewahrt!
Quelle u.a.: Reinhard Thomas: Ulrichstein - Burg und Stadt, Ulrichstein 1989
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