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Schlossberg Ulrichstein: Zeitreise
um 1200 Ein Wartturm dürfte das erste Bauwerk auf dem Schlossberg gewesen sein, wahrscheinlich errichtet von Ulrich I. von Münzenberg (gest. nach 1240) zur Sicherung der Straße "die kurzen Hessen", welche bei Ulrichstein ihren höchsten Punkt erreichte. Nach dem Tode Ulrich II. von Münzenberg im Jahr 1255 Übergang an die Herren von Breuberg.
1279 Erste Namensnennung von Ulrichstein.
1287 kam der "Schlossberg" von Gerlach von Breuberg an die Hessischen Landgrafen.
1296 wird der Wald um Ulrichstein als Landgräflicher Besitz erwähnt.

Bild: Tafel am ehemaligen Standort des Wartturms.
um 1337 erhalten die Herren von Eisenbach Ulrichstein als Hessisches Lehen.
1340 baut Johann von Eisenbach um den Wartturm die Gebäude der Nordseite der Kernburg.
1343 lässt Heinrich von Eisenbach die Kernburg mit Mauer und Graben umgeben.

Bild: Um 1340 Fundamente der Kernburg auf blanken Fels gebaut.
1347 Von Kaiser Ludwig dem Bayer erhält Heinrich von Eisenbach - der Schwager des Landgrafen - Stadtrechte für seine Stadt Ulrichstein.
1352 Eisenbacher Burgmann auf Ulrichstein ist Johann Pfeffirsacke.
1363 Eisenbacher Burgmann ist Heinriche Sleyfrosse.
um 1370 Die Liebfrauenkapelle auf dem Schlossberg wird erstmals erwähnt.
1394 Eisenbacher Burgmann ist Dyederiche Wynolde.
1398 Bere und Rörich von Eisenbach verzichten auf Ulrichstein gegen eine Jahresrente von 500 Gulden.

Bild: Grundmauern der Schlosskapelle.
1415 Landgräflicher Amtmann in Ulrichstein ist Eberhard Schenk zu Schweinsberg.
1423 Ritter Hermann Riedesel zu Eisenbach ist Amtmann in Ulrichstein.
1435 Hermann Riedesel übernimmt Burg und Stadt Ulrichstein von Landgraf Ludwig I. als Pfand für geliehene 6200 Gulden.
1456-1471 Der Landgraf ist mit Johann Nordeck zu Rabenau als Amtmann auf Ulrichstein vertreten, die Riedesel mit Konrad von Ehringshausen.
1477 der Landgraf hat Ulrichstein wieder in alleinigem Besitz.

Bild: Erinnerungstafel an Hermann Riedesel zu Eisenbach in der Kernburg.
1484 Der hessische Amtmann Thielemann von Saßen lässt den Westbau der Kernburg errichten.
1494 Der Ostbau der Burganlage wird erbaut. - Eckhadt von Petershain ist hessischer Rentmeister auf Ulrichstein.
1520 Hermann Sinolt gen. Schütz ist Rentmeister auf Ulrichstein.
1567 Durch das Testament Philipp des Großmütigen erhalten seine Söhne Wilhelm IV., Philipp II., Ludwig IV. und Georg I. aus seiner Ehe mit Christina Herzogin von Sachsen die wesentlichen Teile der Landgrafschaft Hessen. Die Söhne (die Grafen von Dietz) aus der Nebenehe mit Margarete von der Saal erhalten u. a. Ulrichstein als Erbe. - Graf Christoph Ernst von Dietz beginnt mit dem Bau einer geräumigen Vorburg. Die Marienkapelle wird abgebrochen. Dauer der Bauarbeiten etwa 10 Jahre.
1570 Die Landgrafen verhaften ihren illegitimen Bruder Christoph Ernst und kerkern bis zu seinem Lebensende ein.
1577 Ulrichstein kommt an Ludwig IV. zu Hessen-Marburg.
1604 Nach dem Tod Ludwig IV. wird Ulrichstein Hessen-Darmstadt eingegliedert.

Bild: Grundriss der Burganlage.
In den folgenden zwei Jahrhunderten blieb Ulrichstein im Besitz von Hessen Darmstadt. - Schwere Drangsale und Belastungen besonders im Dreißigjährigen Krieg, im Siebenjährigen Krieg und in den Napoleonischen Kriegen. - Immer wieder Reparaturen an den Burgbauten.
1826 Verkauf der leer stehenden Burg an den Zehntverwalter zwecks Abbruch.
1853 Rückkauf der Burgruine durch den hessischen Staat.
1903 bis 1904 Erste Ausgrabungsarbeiten an der Burgruine auf dem Schlossberg.
Siehe hierzu auch: August Roeschen/Otto Berth, Ulrichstein und sein Bergschloss nach den Ausgrabungen von 1903 bis 1904
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