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Schlossberg Ulrichstein: Die Burgruine
In etwa ab den Jahr 1600 setzte der Landgraf von Hessen-Darmstadt im Amt Ulrichstein eigene Amtleute ein, welche ihren Sitz auf dem Schloss hatten. Einer der ersten war Melchor von Lehrbach (1615). Das blieb so bis ins 18. Jahrhundert hinein. Die exponierte Lage des Schlosses auf dem Berg, und der bei stürmischem Wetter unerträgliche Rauch, veranlassten die Verlegung der Beamtenwohnung in die kleine Stadt am Fuß des Berges. Das Schloss stand jetzt leer.

Bild: Mächtige Grundmauern Schlossbergruine Ulrichstein.
Fast tragisch kann man das Schicksal der "Veste Ulrichstein" nennen. Sie, die viele Kriegswirren ohne nennenswerte Schäden überdauert hatte, wurde 1826 vom Großherzogtum Hessen für 820 "Silberlinge" verkauft und zum Abbruch freigegeben. 1853 kaufte der hessische Staat das Schloss zu einem wesentlich höheren Preis als Ruine zurück. Die Steine waren bereits an die Bewohner der umliegenden Orte zu Spottpreisen verscherbelt. Quader an Gebäuden in vielen Steinsockeln der Häuser in den Ulrichsteiner Orten sind stumme Zeugen einer langen Geschichte, genauso wie die Mauerreste der untersten Stockwerke einer ehemals stolzen Burganlage auf dem Schlossberg.

Bild: Gedenktafel am Aussichtsturm.
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Verein zur Rettung der Schlossbergruine gegründet und von diesem zusammen mit dem Vogelsberger Höhen Club im Jahr 1905 der Aussichtsturm gebaut. Auch heute kümmert sich ein Verein um die Erhaltung und Restaurierung der Anlage auf dem Schlossberg Ulrichstein.
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