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Seit Menschengedenken werden Kräuter wegen ihrer heilenden Wirkstoffe geschätzt.

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Heilkräutergarten

Auf dem Gelände der Burgruine wurde innen an der nordöstlichen ehemaligen Burgmauer ein Heilkräuterbeet angelegt. Die Fläche wurde direkt an die alte, mit Schildampfer und anderen Pflanzen bewachsene, Mauer gelegt. Die Mauer wurde teilweise als Trockenmauer wieder hergestellt. Die übrigen Seiten des Kräutergartens wurden ebenfalls mit einer Trockenmauer aus Basaltsteinen eingefriedet. Das Gelände wurde umgebrochen, der Boden mit Komposterde verbessert, und es wurde ein ein Meter breiter Weg in Kreuzform mit einer Basaltstein-Einfassung angelegt. Der Eingang bleibt offen.

Die Heilkräuter wurden aus anderen Gärten der Umgebung oder direkt aus der Natur beschafft - bzw. können, soweit noch nicht vorhanden, von dort beschafft werden, wobei das Naturschutzrecht zu beachten ist.

  

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Bild: Plan Kräutergarten.

  

Im Mittelalter war die Heilkunst eng mit religiösen Vorstellungen verbunden. Dies spiegelt sich in der Gestaltung der Kräutergärten wider. Die in Form eines Kreuzes angelegten Wege treffen sich in der Mitte des Gartens an einem kleinen Rondell, wo eine attraktive Pflanze das Zentrum betont. Die Gliederung in vier Beete symbolisiert die vier Evangelien, die vier Jahreszeiten und die vier Elemente.

  

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Bild: Führung im Kräutergarten.

  

Kräutergärten befanden sich meist in der Nähe der einfachen Klosterhospitäler und im befestigten Bereich der Burgen. Sie waren über viele Jahrhunderte für die bäuerliche Bevölkerung die einzige verfügbare medizinische Versorgung, denn den Berufsstand des Arztes gab es damals noch nicht. Hier am Schlossberg haben sich aus alter Zeit der Wermut und der Schildampfer als damals typische Kulturpflanzen bis heute erhalten.

 


Patenschaft: Bärbel Gloshauer, Ludwigstraße 16, 35327 Ulrichstein, Tel. 06645 8377, Susanne Ditzer, Engelröder Straße 20, 35327 Ulrichstein Tel. 06645 8936

 

 

 

 

Kräutergarten:

 

Die Anlage

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Die Kräuter

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